Woher wissen Pantoffeltierchen wo oben und unten ist?

BIO-2018-April_DLRSchoolLab1 (c) KFG/Holbe

Am 5. Februar 2018 besuchten Schülerinnen und Schüler des NW-Kurses der Differenzierung in der Jahrgangsstufe 9 mit den Lehrern Herrn Dr. Severin und Frau Holbe das DLR School Lab in Köln-Porz. Der inhaltliche Schwerpunkt der diesjährigen Workshops lag in der „Gravitationsbiologie“. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter des Instituts, Herrn Dr. Richard Bräucker, erfuhren die KFGler in einem Vortrag von dem Biologen Dr. Jan Bechert die neuesten Erkenntnisse aus der Gravitationsbiologie.

Anschließend erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen beispielsweise, welche Bedeutung die Wahrnehmung der Schwerkraft für die Lebewesen hat. Dabei untersuchten sie in speziellen Versuchen das Verhalten von Pantoffeltierchen. Sie stellten verschiedene Hypothesen auf und testeten sie mit Versuchen zum Schwimmverhalten der Pantoffeltierchen. Wohin und wie schnell die Einzeller schwammen, zeichneten sie mit einer Videokamera auf und benutzten ein Computerprogramm zur Auswertung. Angeleitet wurden sie dabei von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie erfahrenen Studenten der Natur- und Ingenieurwissenschaften.

Die  KFGler erlebten einen äußerst interessanten und lehrreichen Tag am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Ein besonderes Highlight stellte der abschließende Besuch des Astronauten-Ausbildungszentrum dar.

Text und Fotos: Kerstin Holbe

BIO-2018-April_DLRSchoolLab2 (c) KFG/Holbe

Leistungskurs Biologie Q1 führt Bakteriendiagnostik an der Universität Koblenz durch

Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses von Frau Pauly nahmen am 23.06.2017 im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Koblenz an einem Schülerlabor zum Thema ‚Bakteriendiagnostik‘ teil. Die Lernenden erhielten die Möglichkeit, die Verfahren der Polymerasekettenreaktion (PCR), des Restriktionsverdaus sowie der Gelelektrophorese in der Praxis kennenzulernen und mit ihrer Hilfe eine Bakteriendiagnostik durchzuführen. Dazu wurden die Bakterien über die Nutzung spezifischer Primer in einer PCR und einer anschließenden Gelelektrophorese zum Nachweis der PCR-Produkte identifiziert und es wurde ein sogenannter Fingerprint, also das Restriktionsmuster eines Markergens der Bakterien, mittels Restriktionsverdau und anschließender Gelelektrophorese erstellt. Die Anwendung molekularbiologischer Methoden zur Bakteriendiagnostik hat Vorteile gegenüber kulturabhängigen Methoden. Das Ergebnis liegt innerhalb weniger Stunden vor und es können auch seltene oder nicht teilungsfähige bzw. nicht oder schlecht kultivierbare Organismen identifiziert und nachgewiesen werden. Außerdem kann auch ein Nachweis noch unbekannter Organismen erfolgen. Auch aus diesen Gründen werden heutzutage in der Medizin oftmals u.a. humanpathogene Bakterien über die genannten molekularbiologischen Methoden nachgewiesen und identifiziert. Eine eindeutige Identifizierung ist notwendig, sodass ein wirksames Antibiotikum verabreicht werden kann. Die Schüler und Schülerinnen erhielten im Schülerlabor die Möglichkeit, praktische Arbeiten im Labor mit einem für sie lebensnahen Kontext durchzuführen und so typische und abiturrelevante molekularbiologische Arbeitstechniken hautnah zu erleben.