Sanitag 2016

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Wie viele wissen, haben wir am Kardinal-Frings-Gymnasium einen sehr aktiven Sanitätsdienst. Aber auch an anderen Schulen gibt es engagierte Schülerinnen und Schüler, die in Pausen verletzte Schüler versorgen, an freien Tagen zu Ausbildungen kommen oder sich mit Sanitätern aus anderen Schulen treffen. Und genau das haben wir am 20.11.2016 getan. Vier KFG-Sanitäter sind zum Helmholtz-Gymnasium nach Duisdorf gefahren, um sich dort mit den anderen Sanitätern auszutauschen, Erste Hilfe zu üben und sich gegenseitig kennen zu lernen. Insgesamt waren drei Schulen beteiligt. Auch ein Krankenwagen war zu besichtigen. Der Tag begann mit verschiedenen Stationen, an denen wir Schulsanis unsere Fähigkeiten und Kenntnisse in Erster Hilfe unter Beweis stellen konnten. Spaß machte auch das Erste-Hilfe-Quiz. Abschließend konnten wir uns austauschen, es gab Essen und nette Gespräche. Es war ein sehr schöner Nachmittag, und wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Sanitag 2017.
Katja Schneiders, Q2 (2016/17)

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2015: Streitschlichter unterstützen Sanidienst durch großzügige Spende

Streitschlichter + Sanitäter Chronik

Die Streitschlichter am KFG hatten bei der SpardaSpendenwahl 2014 für ihr Projekt Streitschlichtung und soziales Lernen 4000 € erhalten. Von diesem Betrag spendeten sie dem Schulsanitätsdienst eine neue Krankentrage, einen neuen Beatmungsbeutel und ein neues Blutdruckmessgerät. Der Sanidienst hat sich über diese Spende sehr gefreut. Vor allem die alte Krankentrage war schon sehr verschlissen.

Für diese großzügige Spende danken die Schulsanis den Streitschlichtern ganz herzlich.

2011: Ein Werdegang im Dienste der Menschlichkeit

Für uns begann das Abenteuer im Frühjahr 2006. Viele motivierte Schüler, hauptsächlich 8-Klässler wie wir damals, jedoch auch einige 9er und 10er, begannen ihre Ausbildung zum Schulsanitäter. Dort wurden wir in einer Woche und vielen weiteren Wochenenden Stück für Stück auf den Sanidienst vorbereitet, damit wir schlussendlich auf die Schüler- und Lehrerschaft losgelassen werden konnten. Anfang April 2006 war es dann soweit, Frau Schüller hatte uns mit Hilfe einiger damals aktiver Sanitäter um Moritz Elschner, Christian Röhrig, Christina Rösel und Julia Steen-Hansen ein gutes Startkapital an nützlichem Wissen vermittelt, welches wir in den drei Prüfungen (schriftlich, praktisch und mündlich) unter Beweis stellen konnten.

Doch Wissen alleine macht noch keinen guten Schulsanitäter aus, uns fehlte schlichtweg die Erfahrung. Schnell mussten wir feststellen, dass nicht alle Patienten nach dem Lehrbuch stürzen, Verletzungen nicht auf Anhieb von uns erkannt werden konnten und die Vielfalt an Fällen aus der Ausbildung vom Schulalltag noch übertroffen wurde. Trotzdem, die Prüfung war bestanden, und wir wurden in den Dienstplan mit aufgenommen, denn wo sammelt man besser Erfahrung, als im wahren Leben, mit erfahrenen Sanis an der Seite, die auf langjährige Arbeit zurückblicken konnten. Schnell lernten wir dazu, konnten vielen Patienten eigenständig helfen.

Dass wir auch für Extremsituationen ausgebildet wurden, durften beziehungsweise mussten einige von uns recht bald unter Beweis stellen. Nach den Sommerferien, zu Beginn des Schuljahres 2006/07 fuhren wir zum damals zweiten Bonner Schulsanitag zur Realschule Medinghoven. Wir traten mit zwei Gruppen an. Eine erfahrene Gruppe mit „Alt-Sanis“ und einer Hand voll neuen, die es sich nicht nehmen ließ, den ersten Platz des Vorjahres zu verteidigen, und eine Gruppe mit frisch gebackenen Sanis, die sich gut behaupten konnte und mit dem dritten Platz eine mehr als zufriedenstellende Leistung darbot. So gestärkt konnten wir zum Alltag an unsere Schule zurückkehren. Unser Dienst wurde langsam zur Routine und bald gaben wir uns nicht mehr mit dem ersten Platz der Bonner Schulsanitätsdienste zufrieden. Zwar nahmen wir weiterhin teil und konnten auch häufig vordere Ränge belegen, doch unsere Kräfte konzentrierten wir nun auf überregionale Ebene. So fuhren wir 2009 nach Willich bei Düsseldorf und belegten dort, wie im Jahrbuch 2010 berichtet, den ersten Platz in der Konkurrenz mit anderen Schulsanitätsdiensten des Landesverbandes Nordrhein.

Nach nun sechs Jahren Schulsanitätsdienst, davon einigen als Koordinator, lässt sich auf einen gut aufgestellten und hervorragenden Schulsanitätsdienst zurückblicken! In dieser Zeit hat sich einiges getan. Der Saniraum wurde im Jahre 2008 erstmals umgestaltet, aber auch die Ausrüstung wurde erweitert. So konnte der Schulsanitätsdienst im Laufe dieser Jahre einen AED, einen Automatischen Externen Defibrillator, sein eigen nennen. Ein Großteil des Lehrerkollegiums und alle Schulsanitäter sind auf diesem Gerät geschult worden und können so im Notfall wertvolle Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken und Menschenleben retten. Zum Glück ist dieser AED bis heute nur zu Ausbildungszwecken genutzt worden; jedoch ist es ein gutes Gefühl, ihn im Ernstfall dabei zu haben.

Desweiteren werden sich einige der älteren Schüler/innen noch an die Durchsagen erinnern, die in unregelmäßigen Abständen den Unterricht durchbrachen: „Bitte jemand vom Schulsanitätsdienst zum Sekretariat!“ So oder so ähnlich wurden wir früher häufig aus dem Unterricht gerufen. Dass diese Meldung nicht mehr erklingt, hat keineswegs mit einem Rückgang der Einsatzzahlen zu tun. Bei über 1000 Schülern sind Verletzungen nicht auszuschließen. Es ist lediglich ein Zeugnis dafür, dass auch der Schulsanitätsdienst mit der Zeit geht. Die Alarmierung erfolgt nun über so genannte Pager. Der restliche Unterricht wird nicht mehr gestört, lediglich die fünf Sanitäter, welche die Pager bei sich tragen, werden vom Sekretariat informiert und nur sie (und deren Kurs notgedrungen auch) bekommen von den notwendigen Hilfseinsätzen für andere Mitschüler/innen etwas mit. Ebenso wie der AED wurden auch die Pager vom Förderverein finanziert. An dieser Stelle nochmals eine herzliches „Dankeschön!“.

Aber die beste Alarmierung allein hilft nicht, wenn den geschulten Sanitätern kein Material zur Verfügung steht. Für unsere Einsätze im und um das Schulgebäude, auf dem Sportgelände oder für die vielen Veranstaltungen in der Aula, bei den Sportfesten, dem Minimarathon oder bei der nun schon traditionellen Wallfahrt der 5er wurde – ebenfalls mit Hilfe des Fördervereins – ein neuer Rucksack angeschafft. So kann nun das benötigte Equipment komfortabel transportiert werden. Alles für den Notfall erforderliche Material ist so schnell und kompakt am Einsatzort, sodass dort adäquate Hilfe durch den Schulsanitätsdienst geleistet werden kann.

Nach sechs Jahren setzt das Abitur dieser Arbeit an der Schule für die Schule ein Ende. In der Zwischenzeit wurden wieder neue Schulsanitäter ausgebildet, und auch jetzt beginnt pünktlich zum Ende der Ära der 16 Sanitäter/innen der Stufe 13 die Ausbildung von 24 motivierten Schüler/innen, die bald in unsere Fußstapfen treten wollen, um auch weiterhin einen sicheren Schulalltag zu gewährleisten. Nachdem Anna Vollberg und ich nun unser Amt als Koordinatoren an Joana Burhorn und Christian Weinspach abgegeben haben und diese beiden jetzt Jan Feder unterstützen, ließen wir es uns nicht nehmen, noch letzte Änderungen im Saniraum vorzunehmen. Die alte Pinnwand wurde durch zwei neue, farblich zur Wand passende Magnetwände ersetzt. Durch eine Anzahl kleiner Bilder soll der Saniraum noch etwas gemütlicher wirken (auch wenn das nicht zum Aufenthalt der Schüler/innen im Saniraum aufrufen soll! Wir sind immer froh, wenn es den Schülern gut geht und möglichst wenige unsere Hilfe beanspruchen müssen). Außerdem erfüllt nun eine große Uhr an der Wand ihren Zweck.

Abschließend kann ich sagen, dass ich auf eine tolle Zeit zurückblicken kann. Die Zeit im Schulsanitätsdienst war eine gute Erfahrung für jeden einzelnen von uns. An dieser Schule hätte ich mich getrost verletzten können, bei den Schulsanitätern fühle ich mich gut aufgehoben!

Pascal Assenmacher, Abiturient 2011

2011: Schulsanis sind stets Sieger!

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Am 08. Oktober 2011 ging es für neun Schulsanitäter des Kardinal-Frings-Gymnasiums zum regionalen Schulsanitag nach Mönchengladbach-Giesenkirchen in das Franz-Meyers-Gymnasium. Nach einer einstündigen Autofahrt erreichten wir unser Ziel gegen 09.45 Uhr und wurden erst einmal von den Veranstaltern begrüßt. Anschließend sind wir aufgeteilt in zwei Gruppen – insgesamt gab es 18 Gruppen unterschiedlicher Schulen – in den Erste-Hilfe-Wettbewerb gestartet. Neben vielen sehr realistisch dargestellten Erste-Hilfe-Aufgaben aus dem Schulalltag, bei denen man sein ganzes Wissen und Können zeigen musste, gab es auch Stationen, an denen kreativ gearbeitet und die Teamfähigkeit unter Beweis gestellt werden musste, z.B. sollte man aus Dreieckstüchern und 4 Holzbrettern eine Trage bauen und ein Mitglied der Gruppe damit transportieren oder mit einem Rollstuhl einen Parcours durchfahren. Nach einem Mittagessen in der Aula ging es dann gut gestärkt zu den letzten Stationen, bei denen wir z. B. bei einem Autounfall oder einem Mädchen, das ein Bonbon verschluckt hatte und an Atemnot litt, helfen mussten. Wichtig bei den Stationen war nicht nur die fachgerechte Behandlung, sondern auch die Teamfähigkeit und die Betreuung des/der Patienten. Es gab fünf weitere Stationen zum Thema „Uganda“. Mit diesem Thema wollte das Deutsche Rote Kreuz, welches den Sanitag ermöglicht hat und Uganda durch finanzielle und personelle Hilfe unterstützt, den Teilnehmern das Leben in Uganda nahe bringen. Wir sollten z.B. ein Anspiel entwickeln, welches mit dem Satz beginnt „ Mama, Papa, ich mache ein freiwilliges soziales Jahr in Uganda, …“ oder uns zu afrikanischer Musik einen Tanz überlegen. Bei den Stationen hatte man nicht nur jede Menge Spaß, sondern man hat auch viel gelernt und wurde oft zum Nachdenken angeregt. Dann kam der spannende Moment, auf den wir alle natürlich schon gewartet hatten: die Siegerehrung! Bevor es aber an die Verteilung der Punkte ging, haben wir noch ein paar der gelungensten Anspiele und Tänze gesehen, und es war echt beeindruckend, was für unterschiedliche Werke entstanden sind. Um 16.15 Uhr war es aber soweit, und alle warteten gespannt auf die Ergebnisse … und tatsächlich, die KFG-Sanis 1 haben mit 1.686 von 1800 Punkten den 1. Platz belegt. Dementsprechend groß war auch die Freude. Ganz aufgeregt und stolz haben wir unsere Urkunde entgegengenommen. Zusätzlich gab es für uns noch eine bepackte „San-Tasche“ und ein Blutdruckmessgerät mit Stethoskop. An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau Schüller, Herrn Assenmacher und Anna bedanken, die uns nach Mönchengladbach gefahren und betreut haben … Vielen Dank dafür. Und nächstes Jahr findet ein „Siegertreffen“ statt, an dem die ersten sechs Gruppen sich treffen und gemeinsam ein Wochenende verbringen – darauf freuen wir uns schon.
Jan Feder, Q1 (2011/12)

 

2010: Sozialpreis des Fördervereins

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Am 4. Juni 2010, dem Patrozinium des KFG, wurde der Kardinal-Frings-Sozialpreis des Fördervereins an den Schulsanitätsdienst des KFG verliehen. Mit dem Sozialpreis will der Förderverein gemeinsam mit der Schulleitung Zeichen dafür setzen, dass an unserer Schule nicht nur schulische Leistung, sondern auch menschliches Miteinander von großer Bedeutung ist und sogar ausgezeichnet wird.

In Ihrem Beitrag für das KFG-Jahrbuch 2010 hob Frau Brüßel, die Vorsitzende des Fördervereins, nochmals die wesentlichen Punkte Ihrer Laudatio hervor, die sie anlässlich der Preisverleihung am 4. Juni 2010 gehalten hatte:

"In diesem Jahr wurden die Sanitäter anlässlich des Patroziniums mit dem Sozialpreis 2010 ausgezeichnet. Frau Schüller und ihre 52 „Sanis“, wie sie von allen respekt- und liebevoll genannt werden, hatten nach Ansicht des Vorstands diesen Preis in besonderem Maße verdient, weil sie mit ihrer Gruppe drei wichtige Werte versinnbildlichen, die für eine funktionierende Gesellschaft so wichtig sind: Menschlichkeit, Kompetenz und Engagement.

Menschlichkeit, weil sie für ihre Mitschüler und für alle, die sich auf dem Gelände des KFG befinden, stets im Einsatz sind, um in Notfällen, aber auch bei plötzlich auftretender Krankheit oder Unfällen fachkundig und unverzüglich Erste Hilfe zu leisten. Kompetenz, weil sie eine richtige Ausbildung für ihren Dienst absolviert haben und sich auch ständig weiterbilden. Und schließlich zeigen sie täglich im Einsatz, was sie können, und haben sogar Wettbewerbe mit anderen Schulen gewonnen. Als dritten Wert nannte ich in meiner Laudatio Engagement. Weil den Sanitätern die gleiche schulische Leistung abverlangt wird, wie ihren Mitschülern und sie dennoch für ihr Ehrenamt büffeln und sich in Sachen Erster Hilfe fit machen, kann man schon von einem besonderen Engagement für eine gute Sache sprechen. Und nicht zu vergessen: Wenn die anderen Pause haben oder feiern, sind sie da, um sich um die zu kümmern, denen es nicht so gut geht."

2009: Großer Erfolg für KFG-Sanis beim regionalen Schulsanitag in Willich

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Samstag, 7.30 Uhr morgens. Dennoch steht vor dem Kardinal-Frings-Gymnasium bereits eine kleine, verschlafene Schülergruppe: Sechs Schulsanitäter und zwei Begleiter starten von hier zum Regionalen Schulsanitätstag in Willich bei Krefeld. Trotz der frühen Stunde haben wir uns gerne aus den Betten gequält, um heute dabei sein zu dürfen. Begleitet werden wir sechs Schulsanis von unserer Lehrerin Frau Schüller, die den Sanitätsdienst an unserer Schule leitet und uns ausgebildet hat, und dem Ex-Schulsani Moritz, der sich zwar bereits vor ein paar Jahren freuen konnte, die Schule abzuschließen, unseren Sanidienst aber so sehr vermisst, dass er gerne mitkommt.

Ganz besonders danken möchten wir Herrn Hildebrand und Herrn Vollberg, die weder Zeit noch Mühe scheuten, um die Sanis, die nicht mehr in den Pkw von Frau Schüller passten, frühmorgens nach Willich zu bringen bzw. abends von dort wieder abzuholen.

Und so machen wir uns zu acht auf den Weg nach Willich, um an diesem Schulsanitätstag nicht nur unsere Kenntnisse und Routine in der Ersten Hilfe unter Beweis zu stellen, sondern auch unsere Begeisterung für diese Tätigkeit und unsere Teamfähigkeit als Sanis untereinander. Natürlich sind wir aufgeregt, auch wenn dies für die meisten von uns nicht der erste Schulsanitätstag ist. Denn bei einem Schulsanitag treffen sich die Sanis aus verschiedenen Schulen und versuchen, in realistisch dargestellten Notfallsituationen bei aller Aufregung und Unsicherheit überlegtes und kompetentes Handeln zu üben und unter Beweis zu stellen und dabei Neues zu lernen, um im Notfall wirklich richtig helfen zu können. Wir messen uns dabei mit den Schulsanis anderer Schulen und wollen natürlich möglichst gut abschneiden.

Dazu müssen meist je zwei Sanis der Gruppe an den einzelnen Stationen in verschiedenen, simulierten Notfallsituationen überlegt und selbstverständlich richtig Erste Hilfe leisten. Dazu gehört nicht nur deren Kenntnis und Anwendung, sondern auch Zusammenarbeit im Team und vor allem kompetentes und beruhigendes Auftreten gegenüber dem Patienten. Diesmal haben die Übungen auch die alteingesessenen Sanis überraschen können: Klassische, tausend Mal geübte Verletzungen wurden zu schwierigen Herausforderungen. So wurde die Behandlung einer stark blutenden Wunde, die in keinem Saniwettbewerb fehlen darf, durch den „betrunkenen/besoffenen“ Zustand der Sanis erschwert. Bei der verzerrten und doppelten Sicht durch spezielle Brillen fiel es den beiden schon schwer, zu dem Patienten zu gelangen, vom anschließenden Finden und Behandeln der Wunde ganz abgesehen. Zusätzlich behinderten zwei Freunde des Patienten die Maßnahmen der beiden Ersthelfer, wie es leider auch in der Realität häufig vorkommt. Ein anderer Fall simulierte eine Situation bei Stromausfall im Keller: Der Hausmeister hat versucht, die Sicherung zu wechseln und ist dabei gestürzt. Aufgabe der Sanis: Kompetentes Auftreten und eine prima Versorgung bei völliger Dunkelheit. Eine weitere Unfalldarstellung fand draußen statt: Unter „normalen“ Sichtverhältnissen sollten wir bei einem Verkehrsunfall Erste Hilfe leisten, an dem wir „zufällig“ vorbeikamen. Mehrere solcher Situationen forderten nicht nur unser routiniertes Wissen, sondern auch einige ersthelferische Kreativität.

Neben der Erstversorgung wurde aber diesmal auch die Teamfähigkeit mit Punkten bewertet. Natürlich war dies auch bei jeder Notfalldarstellung ein Kriterium, es gab aber auch eigens „Spielestationen“, bei denen es auf die Zusammenarbeit der Sanitäter untereinander ankam.

Wir sind in der Hoffnung nach Willich gefahren, nicht ganz mit leeren Händen zurückzukehren. Wir haben uns auf diesen Tag vorbereitet und haben gehofft, irgendwo vorne mitmischen zu können. Ganz chancenlos waren wir nicht, das haben wir zumindest geglaubt. Aber als die Plätze 6 bis 2 schon vergeben waren und wir noch nicht aufgerufen waren, schwebte das Gefühl schon irgendwo zwischen „Was haben wir falsch gemacht, dass wir noch hinter Platz 6 liegen?“ und „Haben wir es wirklich geschafft, Erster zu werden? Ist auf der letzten noch verbleibenden Urkunde vielleicht unser Foto, unser Name?“ Doch dann wurden tatsächlich wir aufgerufen. Wir hatten uns gegen 16 andere Gruppen durchgesetzt und gehören somit zu den besten Schulsanitätern aus dem Landesverband Nordrhein!

Das ist ein großer Erfolg für uns. Es ging uns zwar nicht nur um den Sieg, aber wir haben unser Bestes gegeben und wurden nun für unsere weiteren Einsätze bestärkt.

Was unseren Schulsanitätsdienst auszeichnet, ist nicht nur unsere gute Ausbildung in Erster Hilfe bei Frau Schüller, sondern auch unsere tolle Sanigruppe am KFG mit mittlerweile 55 Schülern. Es macht richtig Spaß, mit Euch zusammen zu arbeiten, und wir älteren Sanis, die wir nun auch bald die Schule verlassen, werden wie Moritz sicher noch einmal wiederkommen und Euch besuchen. Danke, liebe Frau Schüller, danke, Sanis, Ihr seid toll!

Linda Sedki, Q2 / Pascal Assenmacher, Q1 (2009/10)

2008: Sanis am KFG - ein Leben in ständiger Konfrontation mit Leid und Tod

Nach fünf Jahren als aktive Schulsanitäter wollen wir, die wir ja nun Abitur machen, einmal auf die Zeit als Sanis zurückblicken.

Es begann an einem sonnigen Frühlingstag Anno Domini 2003. Die Projekttage standen an, und ein Projekt musste ausgesucht werden. Für uns fiel die Entscheidung nicht schwer, denn schon seit längerem hatten wir Frau Schüller genötigt, uns in den Sanitätsdienst aufzunehmen. Als es dann endlich soweit war und die Wahl ausgewertet wurde, wussten wir, was auf uns zukam: Nicht nur eine Woche hartes Lernen und Trainieren, sondern darüber hinaus noch mehrere Wochenenden mit Trainingsstunden. Nach intensivstem Training und einer theoretischen und praktischen Prüfung, welche den Schwierigkeitsgrad einer Abiturprüfung weit in den Schatten stellt (Multiple-Choice Test :-)), durften wir uns mit den anderen 13 neu ausgebildeten Sanis freuen, denn wir alle hatten die Prüfung bestanden.

Kurz darauf wurden wir von unseren Lorbeeren herab auf den Boden der Tatsachen geholt, denn ab jetzt ging es in den alltäglichen Dienst. Mancher mag vielleicht denken, dass ein Sani jeden Tag circa fünf Schülern das Leben retten und drei Schwerverletzte versorgen muss, aber ganz so schlimm ging es bei uns nicht zu. Jedoch heißt das nicht, dass die Nächstenliebe auf unserer katholischen Schule so groß ist, dass es nie Verletzte gab! Für uns Sanis standen also Fälle wie Schürf-, Platz- und Schnittwunden, Prellungen, Verstauchungen sowie Übelkeit und Bauchschmerzen, die manchmal mit akuter Bocklosigkeit gekoppelt vorkamen, auf der Tagesordnung. Natürlich gab es auch schwerere Fälle, bei denen ein Rettungswagen gerufen werden musste, glücklicherweise geschah dies nicht so oft.

Ein guter Sanitätsdienst will natürlich auch gut gemanagt werden. Dafür standen uns jederzeit sowohl unsere Leiterin Frau Schüller und unsere stellvertretende Leiterin Frau Dreiner als auch drei erfahrene Sanis als Koordinatoren für Fragen zur Verfügung. Da auch die anderen Sanis irgendwann Abi machten, wechselte jedes Schuljahr ein Teil des Koordinatorenteams. Vor zwei Jahren dann zählten wir zu den Großen, und Kristina und Christian wurden als Koordinatoren gewählt.

Als wir vor fünf Jahren in den Sanidienst kamen, zählte dieser ca. 20 Mitglieder. In einer so kleinen Gruppe war der Zusammenhalt natürlich sehr groß. Allerdings schrumpfte diese Truppe auch mit der Zeit, da einige (die wenigsten) keine Lust mehr hatten und andere (eine weitaus größere Zahl) die Schule nach dem Abitur verließen. Bevor aber 2006 eine große Nachwuchswelle auf den Sanidienst zurollte, erlebten nicht nur wir, sondern auch andere Bonner Schulsanitätsdienste im Jahr 2005 eine kleine Besonderheit: Den 1. Bonner Schulsanitag. Zu diesem traten wir mit acht Sanitätern an – und machten überraschend den 1. Platz. Da unser Sanitätsdienst zu diesem Zeitpunkt aber schon auf 15 Sanis geschrumpft war, wurde es wirklich Zeit für uns, neue Sanis auszubilden. So halfen wir „Altsanis“ – wie wir von da an gerne genannt wurden – Frau Schüller und Frau Dreiner tatkräftig bei der Ausbildung der „Neuen“ mit. Obwohl die Ausbildung zum Sanitäter nicht mehr wie bei uns in den Projekttagen stattfinden konnte, da es diese nicht mehr gab, sondern stattdessen an mehreren schulfreien Wochenenden vollzogen wurde, meldeten sich fast 50 SchülerInnen zur Ausbildung an. Fast alle Anwärter bestanden die Ausbildung, und der Sanitätsdienst wuchs (zumindest für ein Schuljahr) auf über 50 Mitglieder. Nun war es – auch für „alte“ Sanis – nicht mehr nötig, viele Pausen im Saniraum zu verbringen, was einige entspannend und andere schade fanden. Natürlich schauten wir Altsanis den Neuen beim alltäglichen Dienst hin und wieder über die Schulter, so wie es auch die Älteren bei uns getan hatten. Im Jahr 2006 kurz nach der Ausbildung durften schon einige Neue ihr Können beim regionalen Schulsanitag an der Realschule Medinghoven unter Beweis stellen. Während sie mit einer Gruppe erfreulicherweise den 3. Platz belegten, verteidigten wir Altsanis mit unserem Kompetenzteam auf dem 2. Bonner Schulsanitag erfolgreich den 1. Platz.

Nachdem wir zwei Jahre in Folge die Schulsanitage gewonnen hatten, haben wir uns natürlich nicht ungeschlagen zur Ruhe gesetzt, sondern mit viel Freude und Engagement den 3. Bonner Schulsanitag am KFG ausgerichtet (Zitat Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann: „Was im Rheinland zum dritten Mal geschieht, wird Tradition! [...] Ein besonderes Dankeschön gilt natürlich den Gastgebern: Das Team des Kardinal-Frings-Gymasiums unter Leitung von Annette Schüller hat weder Zeit noch Mühe gescheut, um ein ebenso anspruchsvolles wie abwechslungsreiches Programm zu gestalten.“). Mit seinem vielfältigen Mitmachprogramm, der umwerfenden Teilnahme von diversen Rettungsorganisationen (DRK, MHD, DLRG, Polizei, Feuerwehr, Bundesgrenzschutz) und der spektakulären Landung eines Rettungshubschraubers stellte dieser 3. Schulsanitag nicht nur für uns, sondern auch für viele andere Sanis einen Höhepunkt dar.

Als Abschiedsgeschenk an Frau Schüller und den Sanitätsdienst investierte ein Teil der Abiturienten mit ehrenamtlicher Hilfe von Obersani Moritz Elschner viel Zeit, um den Sanitätsraum gründlich zu renovieren, die Wände zu streichen und ein neues Regal zu entwerfen und zu bauen. Durch tatkräftige Mithilfe unseres Schulleiters Karl-Ludwig Wimberger erhielt der Raum auch den notwendigen neuen Boden; denn Teppichboden und Sanitätsraum passen aus hygienischen Gründen nicht zusammen.

Durch die Arbeit im Schulsanitätsdienst festigte sich bei vielen der jetzigen Abiturienten der Wunsch, sich auch nach dem Abitur im medizinischen Bereich zu engagieren. Auch wird es einige geben, die dem Schulsanitätsdienst noch Jahre nach dem Abitur treu bleiben und gerne ehrenamtlich bei Veranstaltungen wie z.B. dem Minimarathon helfen.

Abschließend können wir sagen, dass die Zeit im Schulsanitätsdienst für jeden von uns eine positive Erfahrung war, an die sich jeder später gerne erinnert.

Matthias Alexa und Christian Röhrig (Abiturienten 2008)

2007: KFG-Schulsanis organisieren 3. Bonner Schulsanitätstag

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Am Montag, dem 18.6.2007, waren alle Schulsanis des KFG einmal ganz anders gefordert. Leisten sie sonst kompetent bei kleineren und größeren Unfällen Erste Hilfe, so galt es an diesem Tag, den 3. Bonner Schulsanitätstag durchzuführen. Neben der Lokalpresse hatte sich auch das Fernsehen angesagt, das in der „Lokalzeit“ über diese Veranstaltung berichten wollte.

Ein Anlass für die Organisation des 3. Bonner Schulsanitages durch das KFG war gewesen, dass die KFG-Schulsanis bei den beiden vorherigen Bonner Schulsanitagen jeweils den Sieg in der Erste-Hilfe-Rallye errungen hatten und sich jetzt einmal einer neuen Herausforderung stellen wollten. Außerdem konnte dem 10-jährigen Bestehen des Sanidienstes am KFG mit diesem besonderen Tag gebührend Rechnung getragen werden.

Schon viele Monate vorher überlegten die Schulsanis mit ihren Betreuungslehrerinnen Annette Schüller und Hildegard Dreiner, wie man den Tag gestalten sollte. Neben der Erste-Hilfe-Rallye sollte es auch ein großes Mitmachprogramm für alle teilnehmenden Schulsanis geben. Für dieses Mitmachprogramm sollten möglichst viele Hilfsorganisationen angeschrieben und um Teilnahme gebeten werden. Zur großen Freude aller Sanis waren fast alle Hilfsorganisationen bereit, an diesem Tag zu kommen und ein attraktives Mitmachprogramm auf die Beine zu stellen. Ganz herzlichen Dank dafür!

Das Deutsche Roten Kreuz und der Malteser Hilfsdienst, die beide schon seit Jahren viele Schulsanidienste unterstützen, waren mit Einsatzfahrzeugen, Notfalldarstellungen und vielen weiteren Attraktionen dabei. Die DLRG hatte eins ihrer Einsatzboote zur Besichtigung mitgebracht und gab Interessierten unter anderem die Möglichkeit, sich im Zielwerfen von Rettungsringen und in der Konstruktion einfacher Rettungsknoten zu üben.

Highlight der verschiedenen Feuerwehrpräsentationen war das fachmännische Aufschneiden eines „Unfallautos“, das die Autoverwertung Mauel freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Besonders beeindruckend waren auch die Vorführungen der Hundestaffel der Bundespolizei, die zeigten, wie die Hunde Sprengstoff suchen und finden und unverzüglich auf die Kommandos ihrer Betreuer reagieren.

 

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Punkt 12 Uhr kam per Funk die Info „Heli im Anflug! Heli im Anflug!“ Ein SAR-Hubschrauber des Lufttransportkommandos der Bundeswehr setzte zur Landung auf dem Sportgelände des KFG an und war im Anschluss zur Besichtigung freigegeben. Diese Sehenswürdigkeit wollte sich natürlich keiner entgehen lassen. Ermöglicht hatte diesen Sondereinsatz des Hubschraubers OLt Georg Fuhrmann, der vor zehn Jahren als Schüler Mitgründer des Sanidienstes gewesen war und sich dem KFG immer noch sehr verbunden fühlt.

Neben der Organisation dieses vielseitigen Mitmachprogramms war aber im Vorfeld der Veranstaltung auch die Erste-Hilfe-Rallye vorzubereiten. Dazu mussten 14 Notfälle, die von den Teams zu versorgen waren, definiert und jeweils ein detaillierter Erwartungshorizont formuliert werden. Ferner war die logistische Herausforderung zu lösen, die 20 teilnehmenden Teams in möglichst kurzer Zeit durch die – je nach Ausbildungsstand – 6 bzw. 8 Stationen zu lotsen.

Nach vielen Vorbereitungstreffen begann der große Tag für die KFG-Sanis schon um 7.15 Uhr. Für jeden der 14 „Notfälle“ wurde das „Opfer“ vorbereitet und geschminkt und die Jury zusammengestellt. Ab 8 Uhr trafen insgesamt rund 150 Schulsanis aus 14 Bonner Schulen ein. Begrüßt wurden sie von Schuldirektor Wimberger, der auch ein Grußwort der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann verlas. Walter Christian, Schulkoordinator des Bonner Jugendrotkreuz gab einen kurzen Rückblick auf die beiden vorhergegangenen Sanitage und bedankte sich beim Organisationsteam des KFG. Dann konnte die Erste-Hilfe-Rallye beginnen. Wie im Zeitplan vorgesehen, waren alle Saniteams von 9.30 Uhr bis 12 Uhr im vollen Einsatz.

Dann startete das oben beschriebene Mitmachprogramm. Außerdem bestand Gelegenheit, sich in der Aula bei einem Imbiss zu stärken. Für eine eindrucksvolle musikalische Begleitung sorgte die Band „Lemon Dust“ unter der Leitung von Tim Haenelt.

Voller Spannung versammelten sich die Sanis um 14.15 Uhr wieder in der Aula, um die Ergebnisse des Wettbewerbs zu erfahren.

Besonders freuten sich die Schulsanis, dass nicht nur die drei ersten Teams Preise erhielten, sondern dass alle Teilnehmer als Anerkennung für die allgemein sehr guten Leistungen Kugelschreiber mit der Aufschrift „Schulsanitätsdienst“ erhielten, die der Förderverein des KFG gesponsert hatte.

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Bei den Ersthelfern siegte das Siebengebirgsgymnasium vor der Geschwister-Scholl-Hauptschule und der Realschule Medinghoven. Bei den San-A-Helfern errang das Collegium Josephinum den Siegespokal vor dem Carl-von-Ossietzky-Gymnasium und dem Clara-Schumann-Gymnasium.

Mit dem Ende der Veranstaltung war die Arbeit für die KFG-Sanis aber noch nicht beendet. Es musste noch aufgeräumt, alle Räume wieder hergerichtet und die Aula wieder umgeräumt werden. Am Abend des Tages wartete dann so mancher KFG-Sani vor dem Fernseher, um den ausführlichen Fernsehbericht im WDR nicht zu verpassen.

Was bleibt als Resümee dieser Großveranstaltung festzuhalten?

Wieder einmal hat sich gezeigt, dass das KFG eine verschworene Einheit bildet, in der alle zusammenhalten, wenn es darauf ankommt. Viele Eltern, ehemalige Schulsanis, auch viele Schüler, die nicht im Sanidienst sind, viele Kolleginnen und Kollegen, Hausmeister, Sekretariat, die Band „Lemon Dust“ unter der Leitung von Tim Hänelt und viele andere haben tatkräftig mit dazu beigetragen, dass alles reibungslos lief und der Tag ein voller Erfolg war. Auch der Förderverein unterstützte den Schulsanitag in vielfältiger Form. Nicht möglich wäre die Durchführung einer solchen Veranstaltung ohne die volle Unterstützung durch Herrn Wimberger und Herrn Dr. Lenzen.

Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön!

Alle Erwartungen weit übertroffen aber haben die 45 Schulsanis des KFG. Was sie alle ohne Ausnahme an Engagement, Einsatzfreude, Leistungsbereitschaft, aber auch an Organisationstalent und Kompetenz gezeigt haben, war beeindruckend und faszinierend. Stellvertretend für alle Schulsanis seien hier genannt Christian Röhrig, Kristina Rösel, Simon Krane und Julia Steen-Hansen. Auch im Namen meiner Kollegin Hildegard Dreiner allen Schulsanis ganz herzlichen Dank dafür!

Annette Schüller

 

2005: Die Schulsanitäter des KFG- Sieger beim 1. Bonner Schulsanitätstag

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